Black Taxi Tour Belfast Episode 006 Folge 1

Mit dem Taxi durch den irischen Bürgerkrieg

Geschichte eines gespaltenen Verhätnisses

Seit der Eroberung Irlands durch England, fühlt sich ein Teil der Iren England zugehörig und ein Anderer Irland. Auf unserer Black Taxi Tour in Belfast entdeckten wir die spannende Geschichte Irlands, da diese Ereignisse auch heute noch relevant sind. 

Am 23.06.2016 entschied sich die Mehrheit der Wähler bei einem Referendum für den Austritt des vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Davon sind die Einwohner Nord- und Süd- Irlands betroffen, obwohl sie gegen den Austritt gestimmt hatten. Dies ist symptomatisch für den Konflikt der vergangenen 1000 Jahre. 

Über die Jahrhunderte entstanden tiefgreifende, vielschichtige und noch heute sichtbare Konflikte. Belfast galt dadurch lange Zeit als eine der gefährlichsten Städte der Welt. Aber durch die Bemühungen zur Zusammenarbeit wandelte sich Belfast und gilt heute als eine der sichersten Städte. 

Ausgangspunkt unserer Back Taxitour in Belfast. Die Titanic Experience im Titanic Quarter
Ausgangspunkt unserer Back Taxitour in Belfast. Die Titanic Experience im Titanic Quarter

Unsere Fahrt mit dem schwarzen Taxi

Unser Fahrer Mag erzählte uns die nachfolgende Geschichte Irlands und fuhr mit uns an die entsprechenden Orte. 

Die Geschichte beginnt damit, dass bereits im siebten Jahrhundert die Wikinger Irland überfielen und ihre Schätze raubten. 1169 eroberten die Normannen Irland und konfiszierten ihr Land. 

 

Gestrandete Armada

In 1556 bestieg Queen Elisabeth den Thron und befand sich im Krieg mit den Spaniern. Die Spanier entsandten ihre Armada Richtung England. Im Jahr 1561 wurden mindestens 30 Spanische Schiffe an die Strände Irlands gespült. Da Queen Elisabeth keine Vergeltung wollte, befahl Sie den englischen Soldaten in Irland, alle spanischen Matrosen zu töten. Da die Spanier und die Iren katholisch waren, kamen die spanischen Segler bei den Iren unter. Dadurch wurden dann auch die Iren von den Engländern getötet. Das war die erste Konfrontation zwischen England und Irland. 

 

Wallpainting in Belfast. Die Häuserwände erzählen die Geschichte der Unruhen

Und dann kam Cromwell

Im Jahr 1649 kam der Protestant Oliver Cromwell nach Irland und tötete mit seinen Leuten an die 400 000 Iren. Sein Ziel war es die irische Nation auszurotten. Während der großen Hungersnot von 1845 bis 1849 gab es eine Massenauswanderung von Irland nach Amerika. In 1968 marschierten die Katholiken für bessere Lebensbedingungen, Löhne und Jobaussichten. Die Protestanten versuchten dabei die Märsche zu sabotieren. 

In den 1960er Jahren begannen die Troubles in Nordirland, da die Protestanten wollten, dass Nordirland zu England gehört, während die Katholiken eine Vereinigung mit Südirland anstrebten. 

Ehemalige Insassen der Gefängnisse malten Gemälde an Hauwände um Ihre Geschichte am Leben zu erhalten. Während die Katholiken in den Gemälden Gewalt und Gesetzlosigkeit thematisieren, sind die vorherrschenden Themen bei den Evangelischen die Glorifizierung der Morde an Katholiken.

Highlights der Folge:

Diese Episode wird unterstützt von der Irland Information Tourism Ireland der offiziellen Marketing-Organisation der Insel Irland, zuständig für die Republik Irland und Nordirland.

Eine Produktion von Schoder-Media und fotoerlebnis.eu.

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