Black Taxi Tour Belfast Episode 006 Folge 2

The Peace Wall – Den Frieden im Garten

Willkommen zum zweiten Teil der Black Taxi Tour in der wir mit unserem Tourguide durch die Geschichte Irlands reisen.

Gedenkstätte und ein Stück der Peace Wall in Belfast.

In 1969 wurde erstmals die britische Armee im Nordirlandkonflikt eingesetzt. Im Januar 1972 wurden am blutigen Sonntag 13 unbewaffnete Demonstranten erschossen. Daraufhin entstanden verbarrikadierte No-Go Areas, deren sich die britische Armee nur schlecht Zugang verschaffen konnte. Am blutigen Freitag, dem 21.06.1972 fanden, je nach Quelle, zwischen 19 und 22 Bombenanschläge statt. Dabei starben sechs Menschen und mehr als 100 wurden verletzt.

Als Teil des Konflikts gibt es katholische und evangelische Gemeinschaften. Ein Protestant kann in einer katholischen Gemeinschaft leben, ein Katholischer aber nicht in einer Evangelischen.
Bei einem weiteren Stopp erklärt uns Mag, dass die britische Nationalflagge den Katholiken zeigt, dass sie zu weit in feindliches Gebiet eingedrungen sind und umkehren sollen.

Jede Partei widmet seinen Helden entsprechende Wallpaintings

Die Peace Walls in Belfast

1969 haben Katholiken Häuser der Evangelischen niedergebrannt. Daraufhin wurde eine Mauer geplant um die Evangelischen zu schützen. Diese Mauer wurde durch die Gärten der Katholiken gebaut, während es vermieden wurde auf den Grundstücken der Evangelischen zu bauen. Durch diese ungerechte Behandlung verschlimmerten sich die Konflikte und jedes Jahr am 11. 12. und 13.07 protestieren die Evangelischen und werfen Steine und Flaschen über die Mauern. In dieser Zeit bleiben auch die Tore der Mauer geschlossen.

Die Friedensmauer welche die Stadteile der Glaubensrichtungen trennt, wurde 1970 erbaut. 1976 wurde die Mauer das erste Mal erweitert. Nach einer weiteren Vergrößerung erreichte der Friedenswall mehr als 800 Meter in Länge und einer Höhe von 10 Metern. Die Mauer wird auch noch längere Zeit bestehen bleiben, da die Einwohner noch Zeit brauchen die Geschehnisse zu verarbeiten.

Auch in den Schule gibt es große Unterschiede im Lehrplan. In evangelischen Schulen wird zum Beispiel keine irische Geschichte unterrichtet.

Ein Wandgemälde von Bobby Sands. Er war ein IRA Häftling. Er wurde als Abgeordneter ins Unterhaus gewählt und starb am 6. Oktober 1981 nach 66 Tagen Hungerstreik.

Bobby Sands Hungerstreiker und Ikone

Bei einem weiteren Wandgemälde erzählte unser Tourguide Marc, von Bobby Sands einem ehemaligen Mitglied der provisorischen, irisch, republikanischen Armee. Er wurde für den illegalen Besitz einer Feuerwaffe verurteilt. Sands und weitere Gefangene begannen einen Hungerstreik und hatten fünf Forderungen:

1. Das Recht keine Gefängnisuniform tragen zu müssen
2. Das Recht keine Gefängnisarbeiten machen zu müssen
3. Das Recht sich mit anderen Insassen treffen zu dürfen
4. Das Recht auf einen Besuch und Brief pro Woche
5. Vollständige Wiederherstellung der durch den Protest verlorenen Remissionen

Bobby Sands starb nach 66 Tagen Hungerstreik. Die Bekanntgabe seines Todes bewirkte mehrtägige Proteste bei denen zwei Menschen starben.

In 1996 gab es erste Friedensverhandlungen mit der britischen Regierung. Bürger, die zwischen 1968 und 1999 Verbrechen begangen hatten, wurden durch das Good Friday Agreement freigelassen.

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